La Palma
Allgemeines
La Palma ist eine der kleineren Kanarischen Inseln und ist wie das gesamte Archipel, vulkanischen Ursprungs. Für viele Kenner gilt La Palma als die wohl schönste und ursprünglichste Insel der Kanaren und gleichzeitig als Geheimtipp für wirklich erholsamen Urlaub. Von den Einheimischen wird die von Norden nach Süden spitz zulaufende Insel auch "la isla bonita" (die schöne Insel) oder "la isla verde" (die grüne Insel) genannt, in Anspielung auf das üppige grüne Pflanzenkleid, das die Insel das ganze Jahr über umgibt. La Palma ist ein Paradies für Naturfreunde, die nicht nur von dem ganzjährig ausgeglichenem, mildem Klima, sondern vor allem von der unvergleichlich abwechslungsreichen Landschaft begeistert sind. Subtropische Flora, fruchtbare Täler, üppige Kiefern-, Pinien- und Lorbeerwälder wechseln sich ab mit hohen Bergen, tiefen, romantischen Schluchten, bizarren Vulkanlandschaften und schroffen Küsten. Im Nationalpark der Insel findet sich einer der größten Senkkrater der Welt. La Palma bietet natürlich auch viele schöne Badebuchten, den eigentlichen Reiz der Insel macht aber weniger der reine Badeurlaub aus als vielmehr die Einzigartigkeit der Landschaft in einem erholsamen milden und warmen Klima. Wer gerne reizende, kleine Städte oder einsame Bergdörfer finden möchte, wird auf La Palma ebenfalls fündig, denn die Hauptstadt Santa Cruz lockt mit malerischen Häusern und einer sehenswerten Altstadt. Auf Wanderungen über die Insel entdeckt man immer wieder wunderschöne, einsam gelegene Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben scheint.
Urlaubsregionen und Strände
La Palma ist keine Insel für einen klassischen Strandurlaub. Die vorhandenen Strände sind meist klein und bestehen in aller Regel aus dunklem, steinigem Vulkansand. Weite, helle und kilometerlange Sandstrände wird man auf La Palma vergeblich suchen. Es gibt verschiedene kleine Buchten, an denen sich Strände gebildet haben, teilweise liegen diese recht einsam und sind nur zu Fuß oder mit dem boot zu erreichen. Grundsätzlich sollte man stets auf Warnhinweise zu gefährlichen Strömungen achten. Nicht alle Strände sind bewacht und die teilweise tückischen Strömungen können leicht unterschätzt werden. Auf jeden Fall sollte man niemals bei starkem Wind oder heftiger Brandung ins Wasser gehen - auch wenn es noch so sehr reizt.
Los Cancayos - wenige Kilometer südlich der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma - ist der bedeutendste touristische Ort an der Ostküste La Palmas. Der aufstrebende Ferienort hat zwei schwarzsandige, flach ins Meer abfallende Lavastrände von 100 bzw. 200 Metern Breite. Die Strände werden durch Felsen vor der Brandung geschützt und sind daher auch ideal für Familien.
Die Hauptattraktion La Palmas ist für viele Kenner die Caldera de Taburiente. Dieser von über 2.000 Metern hohen Wänden eingefasste vulkanische Kraterkessel ist nach Schätzungen von Experten zwei bis vier Millionen Jahre alt. Verschiedene Wandertouren - zum Teil auch mehrtägig - führen durch dieses einzigartige Naturschauspiel. Auch für erfahrene Bergwanderer ist die Caldera mit ihren vielen Seitentälern eine ganz besondere Herausforderung. Es wird dabei jedoch dringend empfohlen, die Caldera niemals alleine zu bewandern und sich idealerweise geführten Wandergruppen anzuschließen. Mehrere Unternehmen bieten entsprechende Leistungen an. Im Park selbst gelten für Besucher strenge Verhaltensregeln, um dieses wunderbare Areal zu schützen. Der Krater wird von üppigen Kiefernwäldern und vielen Bächen durchzogen. Im Jahre 1954 erklärte die spanische Regierung die Caldera de Taburiente zum Nationalpark, dessen Fläche 1981 bis auf fast 4.700 ha. ausgedehnt wurde. Der Nationalpark beherbergt auch den höchsten Berg La Palmas - den 2.426 Meter hohen Roque de los Muchachos.
Im Süden La Palmas finden sich auch heute noch die deutlichsten Spuren des vulkanischen Ursprungs der Insel. Die gesamte Region weist eine einzigartige vulkanische Landschaft, in deren durch Schlacke, Asche und Vulkangestein geprägten Hanglagen, ein vorzüglicher Wein angebaut wird. Besondere Attraktion sind die beiden Vulkane San Antonio und Teneguia. Der Vulkan San Antonio, der zuletzt 1677/78 ausbrach, ist mit einer Höhe von 657 Metern sicherlich der imposanteste im gesamten Süden La Palmas. Auf Wanderwegen kann der Vulkan bis zum Kraterrand erkundet werden. Von oben hat man einen herrlichen Blick über die gesamte Vulkanlandschaft im Süden der Insel und bei gutem Wetter sogar bis zu den Nachbarinseln Gomera und Hierro.
Etwas weniger imposant, aber nicht minder spannend ist der Nachbarvulkan Teneguia, der auf einem Wanderweg ebenfalls gut erkundet werden kann. Beeindruckend ist für den Besucher vor allem die Vorstellung, dass dieser Vulkan zuletzt im Jahre 1971 ausbrach, und damit den letzten massiven Ausbruch eines Vulkans auf den Kanarischen Inseln darstellte. Der Ausbruch dauerte damals drei Wochen, ein Lavastrom ergoß sich Richtung Meer. Noch heute spürt man die auffällige Wärme des Gesteins und zeitweise entweichen auch noch Dämpfe aus dem Inneren.
Weitere ausführliche Informationen zu La Palma finden Sie hier.